23. Juli 2019

AKTUELLES

Neo-Landesrat Achleitner strotzt vor Zuversicht:

„Ich will in der Politik die PS auf die Straße bringen“


Musikvereinsobmann-Stellvertreter Pepi Marchhart übergab seinem seit 17 Jahren tätigen Obmann und nunmehrigen Landesrat ein neues Dienstwagenkennzeichen: L - ACHI 1“.

Hallo: Herr Landesrat, Sie gelten als Sonnyboy, dem nie die Ideen ausgehen. Haben Sie nicht Angst, dass Ihnen in der Politik das Lachen vergeht, und welche Ideen gehen Sie als Erstes an?

LR Achleitner: Humor ist ein wichtiges Rezept für ein glückliches Leben. Humor ist auch manchmal Problemlöser, weil er in sehr schwierigen Situationen oft die Stimmung löst und den Blick frei macht, um gemeinsame Lösungen zu erreichen. Das gilt auch für die Politik und ich habe nicht vor, hier das Lachen zu verlernen. Und mit meinem Programm „Fit for future – Oberösterreich 2030“ soll unser Land für die Veränderungen, die wir bereits erleben, insbesondere durch die Digitalisierung und den demographischen Wandel, gut gerüstet sein. Denn wir wollen auch 2030 sagen können: Oberösterreich ist ein erfolgreiches und wirtschaftlich starkes Land, das für seine Menschen lebens- und liebenswert ist.

Hallo: 2030 sind Sie 61 Jahre alt. Möchten Sie so lange in der Politik bleiben?

LR Achleitner: Ich habe immer gesagt, dass ich ein Mann der Wirtschaft und nicht der Politik bin. Das hat sich nun bekanntlich geändert. Ich werde mich deshalb davor hüten, zu sagen, wie es für mich in fernerer Zukunft weitergeht. Jetzt freue ich mich, dass ich von Landeshauptmann Thomas Stelzer die Möglichkeit bekommen habe, in seinem Team Oberösterreich in wesentlichen Bereichen mitgestalten zu können. Auf diese Aufgabe konzentriere ich mich jetzt voll und ganz, hier will ich die PS auf die Straße bringen.

Hallo: Sie sind ein ausgewiesener Tourismusexperte und Präsident der European Waterpark Association. Die OÖ-Thermenholding mit den drei Eurothermen haben Sie zum Höhenflug geführt. Habe Sie auch eine Turbo-Idee für den gesamten Tourismus in unserem Land?

LR Achleitner: Ich war ja in meiner alten Funktion als Eurothermen-Generaldirektor quasi Teil der Expertengruppe, die die neue Tourismuskonzeption für Oberösterreich erarbeitet hat. Dabei haben wir uns folgende Fragen gestellt: Was ist aus der Sicht des Gastes erforderlich und richtig? Wie bekommen wir mehr Gäste von außerhalb nach Oberösterreich? Wie sind die Strukturen dafür effizient aufzustellen und in welchem Zeitrahmen und über welche Maßnahmen machen wir das? Jetzt sind wir gerade in der Umsetzungsphase und werden von 104 Tourismusverbänden auf rund 20 kommen. Ende 2019 soll dieser Prozess abgeschlossen sein, dann sind wir effizienter aufgestellt und haben viel mehr Geld dafür zur Verfügung, um unserem Ziel, noch mehr Gäste ins Land zu bringen, einen Schritt näher zu kommen. Dazu haben wir auch eine neue Tourismusstrategie erarbeitet und wir müssen auch dafür sorgen, dass die Jobs im Tourismus einen höheren Stellenwert bekommen, damit wir auch hier genügend Fachkräfte zur Verfügung haben.

Hallo: Sie sind seit 17 Jahren Obmann der Trachtenmusikkapelle Neukirchen bei Lambach, wo Sie seit 1. Jänner 1986 auch Schlagzeug spielen. Werden Sie nun den Obmann zurücklegen, und wird man Sie noch als Schlagzeuger sehen?

LR Achleitner: Als ich mich dafür entschieden habe, diese Aufgabe in der Landesregierung zu übernehmen, habe ich auch klar gesagt, dass ich vier Dinge sicher nicht an der politischen Eingangstüre abgeben werde: meine Familie, meine Freunde, meine Musik und meinen Humor. Ich bleibe weiterhin Obmann meiner Musikkapelle und werde auch weiterhin musizieren. Denn meine Musikkapelle erdet mich, hier erfahre ich ganz ungeschminkt, was die Menschen bewegt.